Zahlen, Daten & Fakten

    Einwohner: 2.983 (1.1.2025)

    Seehöhe: 324m

    Fläche: 33,37 km²

    Katastralgemeinde: Fahrafeld und Pottenstein



    Sehenswürdigkeiten

    Doppelkarner

    Building, Monastery, Spire, Tower, Fortress, Housing, Arch, Outdoors, House, Nature

    Der Doppelkarner ist das älteste Bauwerk Pottensteins, aus dem 12. Jh., kreisrunder Kapellenraum, halbkreisförmige Apsis, mit Rundstab und Hohlkehle überkragende, steil gemauerte Kegeldächer, mit Steinkugeln gekrönt. Das Untergeschoss diente zurAufnahme von Gebeinen und Schädeln. Dieses romantische Bauwerk ist eines der schönsten seiner Art in Österreich.



    Raimund Gedenkstatue

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    Ferdinand Raimund Gedenkstatue am Hauptplatz

    Am ursprünglichen Standplatz des Pottensteiner Prangers. 1952 schaff der Bildhauer Franz Pixner einen nachdenklich auf seine Hobel blickenden Ferdinand Raimund: „dann leg Ich meinen Hobel hin, und sag der Welt ade“.




    Historischer Überblick

    8. Jh.

    Bronzezeitliche Funde und Awarengräber

    1055

    wurde die Pfarre von Passau aus gegründet, 1729 dem Erzbistum Wien eingegliedert

    1074

    Erste urkundliche Erwähnung Pottensteins

    1104

    starb Poto von Pottenstein, weltlicher Besitzer und Namensgeber von Pottenstein

    12. Jh.

    Bau einer Wehrkirche, 14. Jh. Turm und gotischer Chor, 1810 Erweiterung

    14. Jh.

    Markterhebung, Rochuskirtag. Die Enge des Tales und der Waldreichtum beeinträchtigten den Ackerbau, dafür blüht die Holzwirtschaft. Die Triesting ermöglicht frühe industrielle Anlagen.

    15. Jh.

    In den ältesten Grundbüchern werden Mühlen, Schmieden, Sägewerke, Lohn- und Pulverstampfen und besonders Eisenhämmer angeführt. In den Schwarzföhrenwäldern wird Harz gewonnen, das bis an die Nordseehälften und die Adria geliefert wird.

    1532

    beginnt bei Pottenstein unter Führung von Schertlin von Burtenbach die Verfolgung einer türkischen Streifschar, die bei Leobersdorf aufgerieben wird.

    seit 1600

    ist die Tucherzeugung nachweisbar.

    1622

    ist erstmals ein geregelter Schulbetrieb nachweisbar, Herr Pfarrer Krasser verhandelt mit Herrn von Heißperg über die Besetzung des Lehrerpostens.

    1683

    leidete Pottenstein schwer durch die Türken; Kirche und Pfarrhof brennen nieder.

    Neuen Aufstieg bringt das industrille Zeitalter

    1765

    Gründung der Klingenfabrik des Melchior Ritter von Steiner, angeschlossen werden ein Eisenhammer und eine Blaufarbenfabrik.

    1792

    gründete Ritter von Steiner ein Kupferhammerwerk und eine Vitriolfabrik. Auf dem Platz der ehemaligen Klingenfabrik errichtet Ritter von Steiner jun. ein Kupferwalzwerk und

    1833

    eine Maschinenkonstruktionsfabrik

    1805

    wurde Pottenstein von den Franzosen besetzt, Bevölkerung wird durch Geld- und Lebensmittelabgaben arg in Mitleidenschaft gezogen. Verwalter von Pottenstein - Anton Sartori - bewaffnet „seine Bauern“ und entwaffnet ein „französisches Detachement vom Linienregiment“, weswegen er kriegsrechtlich erschossen wurde. (Wiener Zeitung vom 27.11.1805)

    1836

    Selbstmord Ferdinand Raimunds im Gasthaus „zum Goldenen Hirschen“.

    1841

    Gründung der Baumwollspinnfabrik durch Herrn Christian Heinrich von Coith, später im Besitz der Familie Cornides, 1910 Umwandlung in die „Pottensteiner Baumwollspinnerei AG“,
    ab 1930 „Wollindustrie AG“ (in französischem Besitz), 14.4.1948 „Tuchfabrik Ges.m.b.H.“,
    1981 Schließung, 1989 NÖ Landesaustellung „Magie der Industrie“

    1848

    Pottenstein wird Sitz eines Bezirksgerichtes (geschlossen 1.1.2004) und eines Notariats.

    1850

    Schon mit der Gründung der österreichischen Gendarmerie wurde das Postenkommando Pottenstein als damals einziges im Gerichtsbezirksprengel errichtet (geschlossen).

    1877

    Anschluss an das Bahnnetz.

    1924

    Am Platz einer alten Pechsiederei entsteht ein Harzwerk für die industrielle Verarbeitung des in den umliegenden Föhrenwäldern gewonnenen Harzes.

    20. Jh.

    Der gewaltige Aufstieg der Metallwarenfabrik Krupp in Berndorf - besonders durch die Rüstungsindustrie - bringt auch für Pottenstein wirtschaftliche Belebung.

    1952

    schafft der Bildhauer Franz Pixner einen nachdenklich auf seinen Hobel blickenden Ferdinand Raimund, der sich schräg gegenüber dem Sterbezimmer, am ursprünglichen Standplatz des Pottensteiner Prangers, befindet.

    1979-1981

    wird vom Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden die Quelle des Antoniusbründel gefasst und ein gemeinsamer Bau für Quellfassung und der heutigen Kapelle errichtet.

    1982-1986

    Restaurierung des Sterbehauses Ferdinand Raimunds (ehem. Gasthof zum Goldenen Hirschen) unter künstlerischer Leitung des Denkmalametes. Eine im Haus eingerichtete Gedenk- und Informationsstätte zeigt Leben und Werk Ferdinand Raimunds.

    1988

    Stilgerechte Neuerrichtung der Otto Wagner Brücke (Gutensteiner Straße).

    1988/1989

    originalgetreue Restaurierung des Herrenhauses, biedermeierliche und historisierende Bauelemente bzw. Ausstattungsdetailes.

    1989

    NÖ Landesausstellung: „Magie der Industrie“, eine Ausstellung über Industriegeschichte in der ehemaligen „K.K. Pottensteiner Baumwollspinnfabrik in der nun die Straßenmeisterei untergebracht ist. Im Zuge der NÖ Landesaustellung Restaurierung der Visintinibrücke, eine der ersten Stahlbetonbrücken, welche eine Fachwerkskonstruktion zeigt. Errichtung des Sparkassenbrunnen am Kirchenplatz aus Anlass der NÖ Landesaustellung.

    Juli 1997

    wurde Pottenstein und Fahrafeld vom Hochwasser heimgesucht.

    1998-2004

    Hochwasserschutzmaßnahmen Fahrafeld, Erweiterung der Schlossfeldbrücke, Errichtung einer Berme und Anbringung mobiler Hochwasserschutzwände an gefährdeten Wohnhäusern.

    Juni 2020

    wieder fielen Pottenstein und Fahrafeld einer Hochwasserkatastrophe zum Opfer, bei der eine große Anzahl von Haushalten gewaltige Schäden erlitten.

    2003-2006

    Schaffung von Räumlichkeiten in der Straßenmeisterei Pottenstein für die Freiwillige Feuerwehr Pottenstein.

    2006

    Die Kleinkinderbetreuung „Sonnenhaus“ wird im Gebäude der ehemaligen Bezirksbauernkammer eingerichtet. Erweiterung der Visentinibrücke um ein Brückenfeld im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen Pottenstein.

    2007-2010

    Sanierung der Wohnhausanlage Triestinghof

    2009

    Errichtung der Spielfläche mit Fußballplatz-Friedenssiedlung

    2009-2010

    Erweiterung/Zubau des Kindergartens Hochstraße

    2011

    Erweiterung des öffentlichen Schmutzwasserkanals am Hausbergweg. Wiederaufbau des Stegs zwischen Fahrafeld und Weißenbach. Rückbau der alten Hauptstraße zur Verkehrsberuhigung.

    2012

    Gründung der Pottensteiner Kommunalbetriebs GmbH & Co KG

    2012-2013

    Neubau Bauhof Pottenstein

    2013

    Erweiterung Kindergarten Hainfelder Straße. Die schulische Nachmittagsbetreuung wird im Gebäude des ehemaligen Kindergartens Hausbergweg 1 eingerichtet.

    2020

    Umbau und Generalsanierung des Rathauses

    2024

    Errichtung von Photovoltaikanlagen Hauptplatz11 und 13, dem Bauhof, der Schule und der Wohnhausanlagen, Fabriksgasse 18, Hainfelder Straße 40 und Hausbergweg 1




    Errichtung eines öffentlichen Fitnessplatzes (am Auweg)


    Errichtung öffentlicher Spielplätze an der Kreuzung LB18 / Gutensteiner Straße und im Michlpark (Schlattengasse)


    Errichung eines öffentlichen Spielplatzes am Hausbergweg 1


    Fahrafeld

    1337

    mit Namen „Vahrenfeld“ erstmals erwähnt als herrschaftlicher Gutshof mit Mühle und Sägewerk.

    1694

    Errichtung der Brauerei Fahrafeld.

    1724

    Ab 1724 dient dieser Herrensitz der Verwaltung der Neuhauser Spiegelfabrik.

    1820

    Gründung der K. K. priv. Fahrafelder Baumwollspinnfabrik durch Herrn Christian Heinrich von Coith (bis 1869).

    1833

    Freiherr von Sina ersteigert den gesamten Besitz und übergibt ihn einer Tochter Anastasia, der Gemahlin von Viktor Reichsgraf von Wimpffen. Der Gutshof ist noch heute im Besitz der Familie.

    1860

    lässt Graf Wimpffen durch den Architekten Freymuth das Schloss nach Art der englischen Tudorgotik erbauen.

    1872

    stirbt in Fahrafeld Nr. 17 der kroatische Lyriker Petar von Preradovic, Großvater von Paula von Preradovic

    1888

    Gräfin Anastasia von Wimpffen lässt von Architekt Max von Ferstl die gotische Katharinenkapelle restaurieren.

    1945

    wird das Schloss durch einen Brand gänzlich zerstört.

    1953

    Schlossruine wegen Baufälligkeit abgetragen.




    Umbau und Modernisierung des Gebäudes der FF-Fahrafeld



    2021 - 2024

    Bau eines umfangreichen Hochwasserschutzbeckens inklusive Veranstaltungs-, Ruhe- und Spielplätzen.




    Grabenweg

    11. Jh.

    Rotte Grabenweg dem Amte Muggendorf eingegliedert, erst 1930 dem Pottensteiner Grundbuch zugeteilt.

    1532

    Gesamte Rotte von einer Türkenscharr niedergebrannt.

    1683

    Schwere Schäden durch die Türken.

    1827

    Straße über „den Hals“ eröffnet und bis

    1873

    als Mautstraße geführt

    1873

    wird Grabenweg in die Gemeinde Pottenstein aufgenommen.

    1885

    Gründung einer eigenen Volksschule, 1966 aufgelöst.

    1985

    wurde die Antoniuskapelle von Familie Palzer neu errichtet.